Infektionen
Antiinfektiva gegen Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen und Würmer sowie Impfungen und Desinfektion, geordnet nach Angriffspunkt im Erreger und angewendet auf die wichtigen Infektionskrankheiten.
Antiinfektiva wirken nach dem Prinzip der selektiven Toxizität: Sie greifen Strukturen an, die der Erreger besitzt und der Wirt nicht oder nur in abweichender Form, etwa die bakterielle Zellwand, das 70S-Ribosom, die virale Reverse Transkriptase oder das Ergosterol der Pilzmembran. Die Grundlagen klären diese Angriffspunkte, die Begriffe Wirkspektrum und Resistenz sowie das immunologische Prinzip der Impfung. Die Arzneistoffe folgen nach Erregergruppe und innerhalb davon nach Zielstruktur, von den Betalactamen über die Proteinsynthesehemmer bis zu den Virostatika entlang des HIV-Replikationszyklus.
In den Krankheitsbildern laufen diese Linien zusammen, teils über Erregergrenzen hinweg: Die Pneumocystis-Pneumonie wird von einem Pilz verursacht und dennoch mit einem Folsäureantagonisten behandelt. Interaktionen über CYP3A4, etwa bei Rifampicin, Azolen und HIV-Proteasehemmern, verbinden das Thema mit der allgemeinen Pharmakokinetik, die Impfungen mit der Immunpharmakologie.
Die übergreifenden Prinzipien antiinfektiver Therapie und Prophylaxe: selektive Toxizität gegen Bakterien, Angriffspunkte …
Antiinfektiva nach Erregergruppe und Angriffspunkt: Antibiotika, Antituberkulotika, Virostatika, Antimykotika und Antiparasitika, ergänzt …
Bakterielle, virale, mykotische und parasitäre Infektionen von der Zystitis bis zur Skabies …