Pharmakologie und Toxikologie

Neurologische Erkrankungen

Arzneistoffe gegen Epilepsie, Parkinson, Demenz und multiple Sklerose sowie die Therapie von Schlaganfall, Status epilepticus und weiteren neurologischen Krankheitsbildern.

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Neurologische Erkrankungen beruhen meist auf einem Ungleichgewicht der Erregungsübertragung im Zentralnervensystem oder auf dem Untergang bestimmter Neuronenpopulationen. Die Pharmakotherapie setzt entsprechend an Ionenkanälen, Transmittersystemen oder am Immunsystem an. Nach einer kurzen Wiederholung des Aufbaus des Nervensystems folgen die Arzneistoffe, geordnet nach Indikationsgruppe und innerhalb dieser nach Angriffspunkt: Antiepileptika etwa nach Natrium- oder Calciumkanal, GABA-System oder synaptischem Vesikelprotein. Bei den Parkinsonmitteln verfolgen mehrere Klassen dasselbe Ziel, die dopaminerge Übertragung im Striatum zu stärken, sei es durch Substitution der Vorstufe, durch direkte Rezeptoragonisten oder durch Hemmung des Abbaus.

Die Krankheitsbilder fügen diese Bausteine zu Therapiekonzepten zusammen, ergänzt um Notfallsituationen wie den Status epilepticus. Beim Schlaganfall greifen Akuttherapie und Sekundärprävention auf Fibrinolytika, Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer zurück, die im Zusammenhang mit der Blutgerinnung ausführlich behandelt werden. Psychiatrische Erkrankungen und Schmerztherapie schließen als eigene Themen an.

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