Blut und Gerinnung
Physiologie von Blut und Hämostase, Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmer, Fibrinolytika und Antidote sowie Thrombosen, Blutungsneigungen und Anämien mit ihrer Therapie.
Die Hämostase beruht auf zwei eng gekoppelten Systemen: der primären Blutstillung durch Thrombozyten und der plasmatischen Gerinnung, die in der Bildung von Thrombin und Fibrin mündet. An diesen beiden Achsen ordnen sich die Antithrombotika. Antikoagulanzien greifen in die Gerinnungskaskade ein, etwa über Antithrombin, über die Vitamin-K-abhängige Carboxylierung oder durch direkte Hemmung von Faktor Xa und Thrombin. Thrombozytenaggregationshemmer blockieren Aktivierung oder Vernetzung der Plättchen. Fibrinolytika lösen bestehende Gerinnsel auf, Antifibrinolytika und Antidote begrenzen Blutungen.
Die Krankheitsbilder führen beide Richtungen zusammen: venöse Thromboembolie und Vorhofflimmern auf der einen, hämorrhagische Diathesen wie Hämophilie oder Thrombozytopenien auf der anderen Seite. Die Anämien bilden einen eigenen Strang, der an die Erythropoese anknüpft; die Therapie mit Eisen, Vitamin \(\mathrm{B_{12}}\), Folsäure oder Erythropoetin folgt jeweils der Ursache. Arterielle Thrombosen bei koronarer Herzkrankheit und Schlaganfall schließen im Herz-Kreislauf-System an.
Physiologie von Blutbildung und Hämostase, die Aussagekraft der Gerinnungstests und eine Einordnung …
Arzneistoffe, die in plasmatische Gerinnung, Thrombozytenfunktion und Fibrinolyse eingreifen, dazu die Antidote …
Thromboembolische Erkrankungen, erworbene und angeborene Blutungsneigungen sowie Anämien als Indikationen, in denen …