Pharmakologie und Toxikologie

Magen, Darm und Leber

Arzneistoffe des Verdauungstrakts: Säurehemmung, Antiemetika, Laxanzien und Antidiarrhoika, Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen sowie Pharmaka bei Leber-, Gallen- und Pankreaserkrankungen.

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Der Verdauungstrakt wird pharmakologisch über wenige Stellgrößen beeinflusst: Säuresekretion, Motilität, Sekretion von Wasser und Elektrolyten ins Darmlumen sowie Entzündung der Schleimhaut. Die Grundlagen beschreiben, wie Belegzelle, enterisches Nervensystem und Brechzentrum reguliert werden. Darauf bauen die Arzneistoffe auf, geordnet nach Angriffspunkt, von der \(\ce{H+}/\ce{K+}\)-ATPase über Dopamin-, Serotonin- und Neurokininrezeptoren bis zu den immunologischen Zielstrukturen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.

In den Krankheitsbildern laufen diese Klassen zusammen. Bei der Helicobacter-Eradikation etwa ergänzen sich Säurehemmung und antibakterielle Therapie, weil Protonenpumpeninhibitoren den Magen-pH anheben und damit Stabilität und Wirksamkeit der Antibiotika verbessern. Die Antibiotika selbst gehören zu den Infektionen, die Opioide, deren obstipierende Wirkung hier behandelt wird, zur Schmerztherapie, und die Glucocorticoide bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa schließen an die Entzündungspharmakologie an.

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