Pharmakologie und Toxikologie

Onkologie

Arzneitherapie maligner Tumoren: Tumorbiologie, klassische Zytostatika, zielgerichtete Substanzen, Immun- und Hormontherapie sowie die Behandlung therapiebedingter Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen.

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Tumorzellen unterscheiden sich von gesunden Zellen durch erworbene Veränderungen in Wachstumssignalen, Zellzykluskontrolle, Apoptose und Immunerkennung. Jede dieser Veränderungen ist ein möglicher Angriffspunkt, und danach ordnen sich die Arzneistoffe. Klassische Zytostatika schädigen DNA oder Mitoseapparat und treffen bevorzugt, aber nicht selektiv, schnell proliferierende Gewebe; daraus erklären sich Myelosuppression, Mukositis und Haarausfall. Zielgerichtete Onkologika hemmen dagegen definierte Strukturen wie Rezeptortyrosinkinasen oder antiapoptotische Proteine und setzen meist den Nachweis des Zielmoleküls im Tumor voraus. Die Immunonkologie wirkt nicht auf die Tumorzelle selbst, sondern hebt die Hemmung körpereigener T-Zellen auf oder lenkt sie gezielt auf Tumorantigene. Hormonabhängige Tumoren wie Mamma- und Prostatakarzinom lassen sich zusätzlich über Entzug oder Blockade des stimulierenden Hormons behandeln.

Die Supportivtherapie behandelt die Folgen dieser Therapien. Bei der Antiemese kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die auch aus der Gastroenterologie bekannt sind.

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