Pharmakologie und Toxikologie

Schmerz und Anästhesie

Analgetika, Migränemittel, Lokal- und Allgemeinanästhetika sowie Muskelrelaxanzien, geordnet nach ihrem Angriffspunkt in der Signalkette von der Nozizeption bis zur motorischen Endplatte.

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Schmerz und Anästhesie folgen derselben Bahn. Ein Reiz erregt Nozizeptoren, wird über spannungsabhängige Natriumkanäle fortgeleitet, im Hinterhorn des Rückenmarks verschaltet und zentral bewertet. Jede Arzneistoffgruppe greift an einer anderen Station an: NSAR und Coxibe senken über die Hemmung der Cyclooxygenase die Prostaglandinbildung und damit die Sensibilisierung der Nozizeptoren, Lokalanästhetika unterbrechen die Fortleitung, Opioide hemmen die Übertragung in Rückenmark und Gehirn, Allgemeinanästhetika heben das Bewusstsein auf. Muskelrelaxanzien wirken dagegen an der neuromuskulären Endplatte und ergänzen die Narkose.

Die Grundlagen liefern die Physiologie zu diesen Angriffspunkten, die Arzneistoffe sind nach Wirkort geordnet. In den Krankheitsbildern kommen sie zusammen, etwa in der Stufentherapie des Schmerzes oder bei der malignen Hyperthermie, die volatile Anästhetika und Succinylcholin auslösen können. An die NSAR schließt die Pharmakologie der Entzündung an, an die neuropathischen Schmerzen die Antiepileptika und Antidepressiva.

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